Beginnend mit dem Vortrag von Frau Dr. Bettina Ganse am 15. Juni 2022 planen wir unsere Vorträge wieder in Präsenz durchzuführen. Die Zahl der Teilnehmer wird dabei auf 35 Personen beschränkt sein. Sie haben die Möglichkeit, sich vorab anzumelden und die Teilnahmegebühr von pro Person 10,- € und für Studierende und KandidatInnen ermäßigt 5,- € zu bezahlen.

Wenn Sie uns einen entsprechenden Reservierungswunsch per Email schicken, erhalten Sie unsere Kontodaten und nach Eingang der Teilnahmegebühr unter dem Stichwort "Öffentlicher Vortrag" umgehend eine Reservierungsbestätigung.

Eine Zertifizierung wird jeweils beantragt. Entsprechende Bestätigungen zur Anrechnung von Fortbildungspunkten erhalten Sie vor der Veranstaltung im Institut.

Wir laden Sie - auch im Namen des Vorstands des IPB - ganz herzlich ein, an unseren Öffentlichen Vorträgen teilzunehmen.
 
Edna Baumblatt-Hermanns und Vera Rüster 

 


Mittwoch
15.09.2021, 20.30h

Annette Simon

WIEDERKEHR ODER NEUGEBURT? ANMERKUNGEN ZUM RECHTSPOPULISMUS IN OSTDEUTSCHLAND

Der Vortrag wird sich mit der Frage befassen, warum es im Osten Deutschlands gehäuft zu rechtspopulistischen Demonstrationen und rechtsradikalen Übergriffen sowie ähnlich gelagertem Wahlverhalten kommt. Dabei wird auf die existentiellen Veränderungen eingegangen, denen die Ostdeutschen durch die "Wende" ausgesetzt waren. Wichtige Konflikte zwischen ihnen konnten im schnellen Vereinigungsprozess nicht ausgetragen werden. Es wird auf die psychischen Prägungen durch die DDR eingegangen und die Hypothese aufgestellt, dass einige alte Gefühle aus der DDR-Zeit wie Angst, Fremdheit und Misstrauen gegenüber staatlichen Strukturen erst nachträglich aufsteigen. 
 
Dipl.-Psych. Annette Simon, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DGPT) in Berlin-Pankow, Dozentin, Supervisorin und Lehranalytikerin am APB Berlin
 
 
Mittwoch
17.11.2021, 20.30h


Prof. Dr. Hans-Jürgen Wirth

DIE CORONA-PANDEMIE ALS ZERREIßPROBE FÜR INDIVIDUUM UND GESELLSCHAFT. ÜBERLEGUNGEN ZUR PSYCHOANALYTISCHEN SOZIALPSYCHOLOGIE

Die Corona-Pandemie hat existentielle Realängste, aber auch phobische und paranoide Ängste ausgelöst, die zur Aktivierung von unbewussten Abwehrreaktionen auf individueller und kollektiver Ebene geführt haben. Zur Bewältigung der Krise bedarf es der "Fähigkeit zur Besorgnis" (Winnicott). Gleichzeitig machen sich irrationale Reaktionen, Verschwörungstheorien und neue politische Bewegungen wie die des Querdenkens breit. Krisen eröffnen jedoch auch die Chance zur Neuorientierung. Die Psychoanalyse hat die Aufgabe, diese Prozesse reflexiv und selbstreflexiv zu begleiten und so unsere Handlungsoptionen zu erweitern.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Wirth, Psychoanalytiker und psychoanalytischer Paar- und Familientherapeut, Professor für Sozialpsychologie Universität Frankfurt. Gründer und Verleger des Psychosozial-Verlags. Mitherausgeber der Zeitschriften "psychosozial" und "Psychoanalytische Familientherapie"

 
Mittwoch
19.01.2022, 20.30h


Kristin White

ABSTAND-HALTEN IN DER PSYCHOANALYSE: ÜBER DIE SCHWIERIGKEIT, BEI TELEFON- UND VIDEOANALYSEN IN KONTAKT ZU KOMMEN

Dargestellt wird eine mögliche Entgleisung der psychoanalytischen Kommunikation, die durch Telefon- und Internetanalysen entstehen kann, welche gleichzeitig die Phantasie von Nähe und Distanz ermöglichen. In einer sicheren Entfernung voneinander können die Ängste, Schmerzen und Konflikte, die in der Intimität entstehen, abgewehrt werden. Aus dieser psychodynamischen Rückzugskonstellation wieder heraus zu finden kann sehr schwierig sein.

Dipl.-Psych. Kristin White, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DGIP/ DGPT) in Berlin-Tiergarten, Lehranalytikerin, Dozentin und Supervisorin am AAI Berlin
 
 

Mittwoch
16.02.2022, 20.30h


Prof. Dr. Karin Dannecker

"ECHT HÄSSLICH!" ÜBER DAS NICHT-SCHÖNE IN KUNST, KULTUR UND PSYCHE

Hässlichkeit weckt tiefe Gefühle, die mit Angst, Ekel, Verachtung und Schuld zusammenhängen. Ihre Verbindung zum Sterblichen macht aus der Hässlichkeit ein immer gegenwärtiges menschliches Thema. Der Vortrag stellt Konzepte zur "Hässlichkeit" vor, mit dem Ziel, mehr über die Domäne des Hässlichen aus künstlerischer, psychodynamischer und therapeutischer Sicht zu verstehen.

Prof. Dr. Karin Dannecker, Kunsttherapeutin, Kinder- und Jugendlichentherapeutin, Leiterin des Studienganges Kunsttherapie an der Weissensee Kunsthochschule Berlin, Kunsttherapeutin in der Schlosspark-Klinik und der Park-Klinik Sophie-Charlotte Berlin
 
 
Mittwoch
16.03.2022, 20.30h


Dr. med. Stefanie Rosenfeld

LAIOS UND IOKASTE - DIE ÄLTERE GENERATION IN DER ÖDIPALEN SITUATION

Die konflikthaften Ebenen des Erlebens der Generativität im Alter werden häufig verleugnet, das Alter idealisiert. Es ist lohnenswert, die psychosexuellen Konflikte dieser Lebensphase zu betrachten und sich mit der matrilinearen und der patrilinearen Generativität zu befassen, die es zu unterscheiden gilt. Der Vortrag will dies anhand von Fall- und Literaturbeispielen verdeutlichen.

Dr. med. Stefanie Rosenfeld, prakt. Ärztin, niedergelassen als Psychoanalytikerin (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) in Düsseldorf (DPG, DPV / IPV), Dozentin, Supervisorin, Lehranalytikerin am IPD Düsseldorf
 
 
 
Mittwoch
15.06.2022, 20.30h


Dr. Bettina Ganse

ZUR BEDEUTUNG DES FENSTERMOTIVS ALS TODESSYMBOL IM WERK VON CHARLOTTE SALOMON

Das Werk der Berliner Malerin Charlotte Salomon (1917 - 43), mutet an wie eine psychoanalytische Fallgeschichte: sie schafft malend Bedeutungen und Symbolisierungen, die sich mit den Suiziden der Frauen in ihrer Familie befassen. Was der Suizid der Mutter für ein kleines Mädchen bedeuten mag, möchte ich beleuchten anhand ausgewählter Bilder, auf denen ein Fenster vorkommt.

Dr. phil. Dipl. Psych. Bettina Ganse, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DPG / IPV), und Gruppenanalytikerin (D3G) in Berlin-Lichterfelde-West, Dozentin und Supervisorin am IPB Berlin
 
 
 



Aktueller Informationsabend

 
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am 10.11.2022
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